BRH - Rettungshundestaffel

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Ausbildung

Allgemeines

Wie kann man besser die Rettungshundearbeit erklären, als mit unserem Satz, den wir nutzen um unsere Rettungshunde in die Arbeit zu schicken:

„ Such und Hilf“

Hier verbirgt sich schon der Kern unserer Arbeit und das Ziel der Ausbildung, der Hund soll sicher und zuverlässig die vermisste Person suchen und durch seine individuelle Anzeigeart seinen Hundeführer zu dieser Person bringen, damit dieser und sein Einsatzhelfer die notwendigen zum Teil lebensrettenden Schritte einleiten können.

 

Unsere Rettungshunde sind spezialisiert und sorgfältig ausgebildet, um einen Menschen bei einer Flächensuche, im Wald oder in unwegsamen Gelände auf mehrere hundert Meter und bei einer Trümmersuche nach Erdbeben, Feuer oder Gasexplosion noch in ca. 5m Verschüttungstiefe zu riechen und zu orten.

Kann auch Ihr Hund ein Rettungshund werden?

Im Grunde gibt es keine Hunderasse die grundsätzlich nicht als Rettungshund geeignet wäre, genauso wenig wie es Hunderassen gibt die besonders dafür prädestiniert sind.

An einen Rettungshund werden genauso hohe physisch und psychisch Anforderungen gestellt wie an seinen Hundeführer.

Grundsätzlich eignet sich jeder Hund, unabhängig von Rasse und Größe, als Rettungshund.

Wichtig ist, dass der Hund wesensfest und verträglich ist, dass er Freude an der Arbeit, eine gute Auffassungsgabe und eine natürliche Begabung für die Nasenarbeit hat.

Die motivierte Arbeit eines Rettungshundes kann nur durch eine enge partnerschaftliche Bindung zu seinem Hundeführer erreicht werden, nie aber durch Druck und Zwang.

 

Sind Sie als Rettungshundeführer / in geeignet?

Sicherlich ist es schwierig Eignungskriterien für das Ehrenamt “Rettungshundeführer /-in” pauschal festzulegen. Ob Ihnen die Arbeit tatsächlich liegen wird, stellt sich in der Regel v.a. in der “Anwärterzeit” heraus.

 

Der angehende Rettungshundeführer sollte körperlich und geistig für den späteren Einsatzbereich fit sein, und sich der sozialen Verantwortung sowie des enormen Zeitaufwandes für die umfangreiche Ausbildung im Vorwege bewusst sein.

Jeder Interessierte sollte ebenfalls dazu bereit sein auch nachts mit uns in die Einsätze zu gehen, um Menschen zu suchen die wir nicht kennen, aber sich in einer Notlage befinden, und somit uns und die Fähigkeiten unserer Hunde, Hundeführer und Helfer benötigen.

Bei dieser gemeinnützigen und ehrenamtlichen Arbeit mit dem Hund oder auch als Helfer ohne Hund ist jeder einzelne mit seinem persönlichen Engagement und seinen Qualifikationen eine Bereicherung und Unterstützung für unsere Rettungshundestaffel.

Funktionieren kann diese komplexe Einheit allerdings nur, wenn ein Rad in das andere greift. Teamfähigkeit, Kommunikations-, und Hilfsbereitschaft sind somit Voraussetzung für ein gutes und erfolgreiches Miteinander, insbesondere um im Einsatz und unter Stress bestehen zu können, und auch .erforderlich für alle Hundeführer, um das Ausbildungsziel "Rettungshund und Hundeführer" zu erreichen und zu halten.

Wie und wann trainieren wir?

Im Idealfall sollte mit der Vorbereitung des angehenden Rettungshundes bereits im Welpen- bzw. Junghundealter begonnen werden.

Unser Flächentraining findet einmal pro Woche in einem Waldgelände statt, zusätzlich gibt es noch alle 14 Tage Trainingseinheiten für die Trümmerarbeit.

Bei beiden Sparten der Rettungshundearbeit legen wir viel Wert auf Spaß, Abwechslung und Motivation, den diese Arbeit lebt von positiver Bestärkung der Hunde.

Bei der Rettungshundearbeit wird unter anderem auch eine selbstständige Arbeitsweise des Hundes gefordert und gefördert. Dies soll gewährleisten, dass sich der Hund bei der Suche von nichts ablenken lässt und auch im unwegsamen Gelände oder auf schwankendem Untergrund sicher und schnell zum Ziel gelangt, dem vermissten Menschen.

Das Team kann nach der Begleithundeprüfung nach VDH/AZG bzw. eine Prüfung des praktischen Gehorsams -PG die jeweilige Vorprüfung absolvieren.

Auch müssen die Einsatzhelferprüfungen abgelegt werden, in denen das theoretisch erlangte Wissen über beispielsweise Karte /Kompass, Erste Hilfe Mensch und Hund, Einsatztaktik und Funk abgefragt wird.

 Nach etwa zweijähriger Ausbildung wird normalerweise die Hauptprüfung für Fläche und Trümmer von einem Leistungsrichter des Bundesverbandes Rettungshunde abgenommen.

Zusätzlich wird eine zusätzliche Einsatzüberprüfung in einer realistischen Einsatzsituation gefordert um als Rettungshundeteam in den Einsatz zu gehen.

Jedes Team muss seine Einsatzfähigkeit durch eine jährliche Wiederholungsprüfung in den jeweiligen Sparten nachweisen, welche zu den gleichen Richtlinien wie die Hauptprüfung abgehalten wird.

 Inhalte der Ausbildung

Überprüfen der grundsätzlichen Eignung des Hundes 
 
  • Nasenveranlagung
  • Konzentrationsvermögen
  • vorhandenes Motivationsverhalten (Spiel, Beute, Futter)
  • Verhalten zu Menschen
  • Verhalten zu Artgenossen
 

Üben und Überprüfen von Gerätearbeit

  • Begehen von ungewohnten Untergründen
  • Steg
  • Tunnel
  • Wippe

 

Geländegängigkeit:

Begehen von glatten und beweglichen Untergründen

  • Schutt
  • Geröll,
  • Blech
  • Gitterrosten
  • Komposthaufen

 

Anzeigeübungen:

  • Verbellen

Der Verbeller ist wohl die in Deutschland am weitesten verbreitete Anzeigeart im Rettungshundewesen. Dabei zeigt der Hund eine von ihm gefundene Person an, indem er bei der Person bleibt und lautstark bellt. Der Hundeführer hört das Bellen des Hundes und eilt herbei.

Vorteilhaft an dieser Anzeigeart ist, dass der Hund sich nicht von der gefundenen Person entfernt.

  • Bringseln

Findet der Hund eine vermisste Person, nimmt er sein Bringsel in den Fang und kehrt zum Hundeführer zurück. Dieser erkennt am aufgenommenen Bringsel, dass sein Hund eine vermisste Person gefunden hat. Der Hund führt den Hundeführer sodann zur vermissten Person.

  • Rückverweisen

Der Hund findet eine vermisste Person, läuft zum Hundeführer zurück und meldet seinen Fund durch Verbellen beim Hundeführer. Alternativ dazu gibt es auch den stillen Rückverweis, bei dem der Hund sich auf eine andere Art als dem Bellen (z.B. Absitzen vor dem Hundeführer, Anspringen) bemerkbar macht. Nachdem der Hund beim Hundeführer angezeigt hat, führt er diesen zur vermissten Person.

 

Trümmersuche

Sind nach Wohnhausbränden, Flugzeugabstürzen, Explosionen oder nach Erdbeben Personen verschüttet, kommen auch hier speziell ausgebildete Rettungshunde zum Einsatz.

Der Trümmersuchhund lässt sich aufgrund seiner hoch entwickelten Geruchsorgane bei der Sucharbeit weder von den verschiedensten Gerüchen Rauch und Lärm, noch durch Geräte der Rettungsmannschaften ablenken.

Der Trümmersuchhund zeigt seinem Hundeführer durch Bellen die Stelle an, wo die Rettungsmannschaften mit der Rettung verschütteter Personen beginnen sollen.

 

Flächensuche

Werden Personen vermisst, so ist das eine Aufgabe für Rettungshunde.
Die Rettungshunde durchstreifen das Gelände systematisch um die gesuchte Person zu finden, zum Beispiel weil:

  • ältere Personen aufgrund von Verwirrtheitszuständen und dringend benötigten Medikamenten in lebensgefährliche Situationen kommen
  • spielende Kinder die sich verlaufen haben
  • Jogger, Mountainbiker oder Reiter nach einem Sportunfall hilflos im Wald liegen
  • Wanderer, Pilzsucher oder Jäger nach einem Schwächeanfall dringend ärztliche Hilfe benötigen
  • Unfallopfer im Schockzustand vom Unfallort fortgelaufen sind
  • suizidgefährdete Personen gefunden werden müssen

Die Überlegenheit des Hundes zeigt sich besonders bei Dunkelheit, denn er wittert vermisste Personen schon auf weite Distanzen.

Die Suche nach Vermissten bildet den Schwerpunkt unserer Einsätze

Wir werden von Polizei, Feuerwehren oder auch Privatpersonen zur Suche nach Personen alarmiert, die sich verirrt haben (z.B. kleine Kinder oder orientierungslose ältere Menschen) oder sich in einer anderen lebensbedrohlichen Lage befinden (Schockopfer nach Unfällen, verunglückte Wanderer...).oder in der Absicht sich das Leben zu nehmen von den Angehörigen vermisst werden.
Die feinen Hundenasen sind menschlichen Einsatzkräften deutlich überlegen.
Zusätzlich ist der Hund auf Grund seiner besseren "Geländegängigkeit" im bewachsenen Suchgebiet erheblich schneller.

Mantrailing

Das Mantrailing ist ein Spezialgebiet des Rettungshundewesens.

Im Gegensatz zum Fährtensuchhund, folgt der Hund nicht Bodenverletzungen, sondern dem Individualgeruch eines bestimmten Menschen.

Die Suche beginnt an dem letzten vermuteten Aufenthaltsort der Person, bevor diese verschwand. Dem Mantrailer wird an dieser so genannten Abgangsstelle ein Geruchsgegenstand angeboten (z. B. von der vermissten Person getragene Wäsche). Daraufhin verfolgt der Mantrailer die Spur, egal ob in der Großstadt oder auf dem Land. Mantrailing wird zurzeit in Deutschland zunehmend populär, jedoch werden erst wenige Hunde im Ernstfall eingesetzt.

Inhalte der theoretischen Ausbildung

  • UVV  (Unfallverhütungsvorschrift)
  • Erste Hilfe Mensch jährlich
  • BOS-Funk
  • Karte u. Kompass, Orientierung im Gelände
  • Trümmerkunde
  • Kynologie
  • Thermik u. Strömungseigenschaften
  • Erste Hilfe Hund
  • Taktische Vorgehensweise in verschiedenen Suchgebieten
  • „Lesen“ des Hundes bei der Arbeit
  • Stressbewältigung im Einsatz
  • Einweisen der angeforderten Rettungskräfte
Bereits in der Zeit der Ausbildung sind Einsätze als Helfer möglich und erwünscht!Auch Helfer ohne Hund sind bei uns herzlich willkommen!

 

Sie sind immer noch dabei!  Dann sollten Sie jetzt Nägel mit Köpfen machen: 

 

Schnuppertraining


Melden Sie sich doch mit oder Hund zu einem Schnuppertraining, bei dem Sie unsere Ausbilder und Teams kennen lernen; dabei können Sie prüfen, ob Sie und Ihr Hund für die Arbeit als Rettungshundeteam geeignet sind.

 

Hier geht es zu den Kontaktadressen

 

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